Ein Platz für Dich

Jahresthema 2015

Ein roter Stuhl

Gibt es Angebote, die zum Ziel haben, unterschiedlich befähigte Menschen zusammenzubringen?

Woran merkt man, dass sich interreligiöse Paare und Familien in der Gemeinde wohlfühlen können? 

Woran können Familien mit behinderten Angehörigen merken, dass sie in der Gemeinde willkommen sind?

Gibt es einen verständnisvollen Umgang miteinander, wenn jemand verletzt, verärgert oder enttäuscht reagiert?

„Ein Platz für Dich“

Pröpste bieten Platz
„Einen Platz für Dich“ wollen nicht nur die Pröpste Jürgen Jessen Thesen und Dr. Kay-Ulrich Bronk (v.li.) in der Kirche in Nordfriesland bieten. Bild: Klaus-Uwe Nommensen

 

Der rote Stuhl als Botschafter: Er wird Sie und uns ein Jahr lang begleiten. Wo immer er auftaucht, regt er an, entweder selbst die Einladung anzunehmen oder sie für andere auszusprechen: „Ein Platz für Dich“.

Jeder Mensch ist es wert

Alle Menschen haben einen Platz in unserer Gesellschaft und in unserer Kirche. Jeder und jede sind es wert, so verschieden sie auch sind. Kein Mensch sollte einem anderen diesen Platz streitig machen. Darüber wollen wird in diesem Jahr als Kirche in Nordfriesland nachdenken, umdenken und handeln und jeden und jede dazu einladen.

Gottes Einladung weitergeben

Bereits die Geschichte des Volkes Israel erzählt: Gott sehnt sich danach, Menschen an seiner Seite zu haben. Nichts und niemand soll ihnen diesen Platz nehmen können. Jesus von Nazareth hat dies konsequent mit Leben gefüllt. Das ist die Geschichte, auf der sich unsere Kirche gründet, unsere Botschaft und damit unser Auftrag.

In dem neuen Kirchenjahr wollen wir als Kirche in Nordfriesland gemeinsam diese Geschichte, diese Botschaft und diesen Auftrag mit einem Jahresthema nach außen und nach innen in den Mittelpunkt stellen: „Ein Platz für Dich“.

Auch uns selbst befragen

Als Menschen in den Kirchengemeinden und Einrichtungen können wir gemeinsam nachdenken, Ideen haben und sie in die Tat umsetzen, wie wir die Einladung Gottes weitergeben können. Dazu gehört auch, dass wir uns selbst befragen: Verstehen Menschen unsere Worte, mit denen wir eigentlich einladen möchten? Nehmen Menschen unsere Gottesdienste als einladend wahr? Haben wir für sie Platz, wenn sie unsere Gemeinschaft oder unsere Hilfe suchen? Laden wir ein und vereinnahmen nicht? Erreichen die Menschen überhaupt den Platz, der für sie da ist?

Nachdenken und Umdenken

 Unser Ziel ist das selbstverständliche gemeinsame Miteinander und Arbeiten aller Menschen in ihrer Verschiedenheit in unserer Kirche in Nordfriesland.

 Mehr oder weniger gesunde, mehr oder weniger behinderte, mehr oder weniger leistungsfähige, jüngere und ältere Menschen, Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft sollen in unserer Kirche miteinander ihren Platz entdecken und einnehmen können.

 Weder Sprache, noch Rituale, noch Gegebenheiten, noch Zugänge zu unseren Häusern sollen Menschen hindern, einen Platz zu finden.

 Wir werden gemeinsam nachdenken und umdenken, um diese Ziele zu erreichen.

 In Gesprächen, Gottesdiensten, Konfirmandenunterricht usw. wird das Jahresthema so eine Rolle spielen.